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	<title>Kommentare zu: Eine Ikone des Versagens</title>
	<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/</link>
	<description>Anmerkungen zur sicherheitspolitischen Kommunikation</description>
	<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 02:40:54 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: EtienneRheindahlen</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6233</link>
		<author>EtienneRheindahlen</author>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 01:45:51 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6233</guid>
		<description>Sicher nur ein Zufall - aber die Berichterstattung () auf bundeswehr.de bzw. einsatz.bundeswehr.de über das in Kunduz stationierte LUNA-System sind aufgrund eines "Anwendungsfehlers" derzeit (Sept. 10, 02:30) nicht erreichbar. 

Wer sich also via Google-Query "Bundeswehr+LUNA" über die (theoretisch (?) als Option in Frage kommende luftgestützte Nahaufklärungskomponente des PRT Kunduz in jener Nacht informieren will...unter der Web-Präsenz des Herstellers EMT sind zumindest die technischen Parameter einsehbar: http://www.emt-penzberg.de/index.php?id=15 

Aus eigener Erfahrung (PHuSt) weiss ich, wie gestochen scharf Personen zB mit einer FLIR im IR-Modus auch aus ca. 3000m (horizontal / vertikal) Entfernung aufgeklärt werden können. Insbesondere mitgeführte Gegenstände (Waffen etc.) lassen sich aufgrund der andersartigen thermischen Signatur identifizieren. 

Die Bw-LUNAS dürften doch sicher mit den vom Hersteller optional angebotenen IR-Videoplattformen ausgerüstet sein. Oder etwa nicht ? 

Es ist anzunehmen, dass im konkreten Fall plausible Gründe vorgelegen haben dürften, dieses bewährte Aufklärungsmittel nicht  unmittelbar vor der Entscheidung zum CAS-Einsatz genutzt zu haben bzw. es zur weiteren Aufklärung UND Dokumentation der Ereignisse nach erfolgtem CAS-Einsatz im Luftraum über der Kunduz-Schleife zu belassen. 

Allerdings dürfte es auch meiner Meinung nach angebracht sein, die Ermittlungs-Ergebnisse sowie die daraus resultierenden objektiven Folgerungen der eingesetzten ISAF-Kommission abzuwarten. 

Dennoch bleiben meiner Wahrnehmung nach Fragen, die nicht nur die Einsatzführung - sondern auch die politische Führung unserer Bevölkerung baldmöglichst beantworten sollte.

* 6-7 km Entfernung vom PRT-Camp und "unbekanntes Gelände"...?
* Sunset +60 = restricted freedom of movement ? 
* Bewohner von Pashtunen-Dörfern = automatisch TLB-/OMF- 
   Supporter ? (gibt es da nicht Erkenntnisse, nach denen TLB/OMF 
   Zivilisten gewaltsam zur "Kooperation" zwingen?)
* Wie von G Ruwe hier bereits ausgeführt: warum stellt die  politi- 
   sche Führung den in AFG mit einem "robusten Mandat" handeln- 
   den Kräften nicht eine mit Leopard 2 ausgerüstete Komponente 
   zur Verfügung ? Im Kosovo war die Bw im Rahmen eines Friedens-
   Einsatzes (!) mit diesem taktisch wie psychologisch wirksamen  
   Waffensystem erfolgreich. 

Bei dieser Gelegenheit: herzliches "Glück ab!" an Herrn Dieter (Verfasser = ZugFhr II./LLPiKp270 Iserlohn, anno 80/81)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher nur ein Zufall - aber die Berichterstattung () auf bundeswehr.de bzw. einsatz.bundeswehr.de über das in Kunduz stationierte LUNA-System sind aufgrund eines &#8220;Anwendungsfehlers&#8221; derzeit (Sept. 10, 02:30) nicht erreichbar. </p>
<p>Wer sich also via Google-Query &#8220;Bundeswehr+LUNA&#8221; über die (theoretisch (?) als Option in Frage kommende luftgestützte Nahaufklärungskomponente des PRT Kunduz in jener Nacht informieren will&#8230;unter der Web-Präsenz des Herstellers EMT sind zumindest die technischen Parameter einsehbar: <a href="http://www.emt-penzberg.de/index.php?id=15" rel="nofollow">http://www.emt-penzberg.de/index.php?id=15</a> </p>
<p>Aus eigener Erfahrung (PHuSt) weiss ich, wie gestochen scharf Personen zB mit einer FLIR im IR-Modus auch aus ca. 3000m (horizontal / vertikal) Entfernung aufgeklärt werden können. Insbesondere mitgeführte Gegenstände (Waffen etc.) lassen sich aufgrund der andersartigen thermischen Signatur identifizieren. </p>
<p>Die Bw-LUNAS dürften doch sicher mit den vom Hersteller optional angebotenen IR-Videoplattformen ausgerüstet sein. Oder etwa nicht ? </p>
<p>Es ist anzunehmen, dass im konkreten Fall plausible Gründe vorgelegen haben dürften, dieses bewährte Aufklärungsmittel nicht  unmittelbar vor der Entscheidung zum CAS-Einsatz genutzt zu haben bzw. es zur weiteren Aufklärung UND Dokumentation der Ereignisse nach erfolgtem CAS-Einsatz im Luftraum über der Kunduz-Schleife zu belassen. </p>
<p>Allerdings dürfte es auch meiner Meinung nach angebracht sein, die Ermittlungs-Ergebnisse sowie die daraus resultierenden objektiven Folgerungen der eingesetzten ISAF-Kommission abzuwarten. </p>
<p>Dennoch bleiben meiner Wahrnehmung nach Fragen, die nicht nur die Einsatzführung - sondern auch die politische Führung unserer Bevölkerung baldmöglichst beantworten sollte.</p>
<p>* 6-7 km Entfernung vom PRT-Camp und &#8220;unbekanntes Gelände&#8221;&#8230;?<br />
* Sunset +60 = restricted freedom of movement ?<br />
* Bewohner von Pashtunen-Dörfern = automatisch TLB-/OMF-<br />
   Supporter ? (gibt es da nicht Erkenntnisse, nach denen TLB/OMF<br />
   Zivilisten gewaltsam zur &#8220;Kooperation&#8221; zwingen?)<br />
* Wie von G Ruwe hier bereits ausgeführt: warum stellt die  politi-<br />
   sche Führung den in AFG mit einem &#8220;robusten Mandat&#8221; handeln-<br />
   den Kräften nicht eine mit Leopard 2 ausgerüstete Komponente<br />
   zur Verfügung ? Im Kosovo war die Bw im Rahmen eines Friedens-<br />
   Einsatzes (!) mit diesem taktisch wie psychologisch wirksamen<br />
   Waffensystem erfolgreich. </p>
<p>Bei dieser Gelegenheit: herzliches &#8220;Glück ab!&#8221; an Herrn Dieter (Verfasser = ZugFhr II./LLPiKp270 Iserlohn, anno 80/81)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: califax</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6227</link>
		<author>califax</author>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 21:15:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6227</guid>
		<description>@Moltke: Die Laster und die Anzahl der Personen wurden aufgeklärt. Bei zeitnahem Beschuß wäre vielleicht auch Trefferbeobachtung drin gewesen.
Aber da stellt sich eben wieder die noch unbeantwortete Frage: Welche Aufklärungsquellen und -daten waren da?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Moltke: Die Laster und die Anzahl der Personen wurden aufgeklärt. Bei zeitnahem Beschuß wäre vielleicht auch Trefferbeobachtung drin gewesen.<br />
Aber da stellt sich eben wieder die noch unbeantwortete Frage: Welche Aufklärungsquellen und -daten waren da?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6224</link>
		<author>Stefan</author>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 19:37:26 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6224</guid>
		<description>Die Sache dass man davon ausgegangen ist, dass man es mit 50+ feindlichen Kämpfern zu tun hatte. Die greift nicht mal einfach so mit Infanterie an, egal ob man technisch überlegen ist oder nicht.

Im Irak oder Afghanistan hat man solche Gefechte zwar auch schon in Unterzahl gewonnen, allerdings i.d.R mit Verlusten. Und dann auch nur weil man angegriffen wurde und sich verteidigen musste. Wenn man aber die Wahl hat wird man eine solche Anzahl an Gegnern entweder gar nicht direkt oder nur mit klarer zahlenmäßigen Überlegenheit angreifen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sache dass man davon ausgegangen ist, dass man es mit 50+ feindlichen Kämpfern zu tun hatte. Die greift nicht mal einfach so mit Infanterie an, egal ob man technisch überlegen ist oder nicht.</p>
<p>Im Irak oder Afghanistan hat man solche Gefechte zwar auch schon in Unterzahl gewonnen, allerdings i.d.R mit Verlusten. Und dann auch nur weil man angegriffen wurde und sich verteidigen musste. Wenn man aber die Wahl hat wird man eine solche Anzahl an Gegnern entweder gar nicht direkt oder nur mit klarer zahlenmäßigen Überlegenheit angreifen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: J.Koenig</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6222</link>
		<author>J.Koenig</author>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 19:17:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6222</guid>
		<description>“Geht der Bundeswehr der Sprit aus? 15 deutsche Soldaten sterben bei der Wiedereroberung von zwei festgefahrenen Tanklastwägen"

oder bei Erfolg?

Bundeswehr verhindert Spritklau in Afghanistan.
Merkel schlägt Kommandeur für Taperkeitsorden vor und verleiht (wie üblich) selbst. Linke fordert Untersuchungsausschuß. Ulrike Merten schlägt vor: Über Waffeneinsatz entscheidet der Verteidgungsausschuß als Einsatzausschutz. Generalinspekteur wird zusätzlicher und  neuer Sekretär im Einsatzauschuss.

By the way: Zwischen Orden und Staatsanwaltschaft mit Anklage liegt nur geringer Spielraum.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>“Geht der Bundeswehr der Sprit aus? 15 deutsche Soldaten sterben bei der Wiedereroberung von zwei festgefahrenen Tanklastwägen&#8221;</p>
<p>oder bei Erfolg?</p>
<p>Bundeswehr verhindert Spritklau in Afghanistan.<br />
Merkel schlägt Kommandeur für Taperkeitsorden vor und verleiht (wie üblich) selbst. Linke fordert Untersuchungsausschuß. Ulrike Merten schlägt vor: Über Waffeneinsatz entscheidet der Verteidgungsausschuß als Einsatzausschutz. Generalinspekteur wird zusätzlicher und  neuer Sekretär im Einsatzauschuss.</p>
<p>By the way: Zwischen Orden und Staatsanwaltschaft mit Anklage liegt nur geringer Spielraum.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Moltke</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6219</link>
		<author>Moltke</author>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 18:39:23 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6219</guid>
		<description>- Wer hätte denn die Treffer der PzH beobachten sollen?

*Ein deutscher Artilleriebeobachter, der versuchen soll sich nachts in unbekannten Territorium an ca. 50 Talibans ranzuschleichen?
*Die Kampfflugzeuge der Amerikaner? 

- Ein Gelände in dem Tanklaster stecken bleiben ist sicherlich nicht das ideale Gelände für den Einsatz von Leoparden. Ein Leo der sich dann auch noch festfährt, hätte diese Situation sicherlich nicht entspannt.

- Nachts eine Milan in unbekanntem Flußgelände so in Stellung zu bringen das die maximale Kampfentfernung von 3000 m ausgenutzt wird und das in direkter Nachbarschaft zu den Taliban? 

Für diese Situation wäre neben dem Luftschlag nur noch der Einsatz von Infantriekräften am Boden sinnvoll gewesen.
Und das hätte sicherlich zu deutschen Verlusten geführt.
Ich stelle mir die BILD Schlagzeile drei Wochen vor der Bundestagswahl vor:
"Geht der Bundeswehr der Sprit aus? 15 deutsche Soldaten sterben bei der Wiedereroberung von zwei festgefahrenen Tanklastwägen. "</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>- Wer hätte denn die Treffer der PzH beobachten sollen?</p>
<p>*Ein deutscher Artilleriebeobachter, der versuchen soll sich nachts in unbekannten Territorium an ca. 50 Talibans ranzuschleichen?<br />
*Die Kampfflugzeuge der Amerikaner? </p>
<p>- Ein Gelände in dem Tanklaster stecken bleiben ist sicherlich nicht das ideale Gelände für den Einsatz von Leoparden. Ein Leo der sich dann auch noch festfährt, hätte diese Situation sicherlich nicht entspannt.</p>
<p>- Nachts eine Milan in unbekanntem Flußgelände so in Stellung zu bringen das die maximale Kampfentfernung von 3000 m ausgenutzt wird und das in direkter Nachbarschaft zu den Taliban? </p>
<p>Für diese Situation wäre neben dem Luftschlag nur noch der Einsatz von Infantriekräften am Boden sinnvoll gewesen.<br />
Und das hätte sicherlich zu deutschen Verlusten geführt.<br />
Ich stelle mir die BILD Schlagzeile drei Wochen vor der Bundestagswahl vor:<br />
&#8220;Geht der Bundeswehr der Sprit aus? 15 deutsche Soldaten sterben bei der Wiedereroberung von zwei festgefahrenen Tanklastwägen. &#8220;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: califax</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6199</link>
		<author>califax</author>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 23:09:25 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6199</guid>
		<description>Das heißt, man hätte eventuell die von manchen vermutete Lücke in der Aufklärung vermeiden oder dem Eintreffen der Dörfler zuvorkommen können?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das heißt, man hätte eventuell die von manchen vermutete Lücke in der Aufklärung vermeiden oder dem Eintreffen der Dörfler zuvorkommen können?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6197</link>
		<author>Stefan</author>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 19:13:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6197</guid>
		<description>Das Ergebnis wäre mehr oder weniger das gleiche gewesen. Aber man hätte nicht 20-30 Minuten warten müssen bis Flugzeuge aus Bagram oder irgendeiner Warteposition eintreffen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ergebnis wäre mehr oder weniger das gleiche gewesen. Aber man hätte nicht 20-30 Minuten warten müssen bis Flugzeuge aus Bagram oder irgendeiner Warteposition eintreffen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: califax</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6182</link>
		<author>califax</author>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 09:31:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6182</guid>
		<description>Inwiefern hätte sich das Ergebnis denn bei einem Feuerschlag aus der PzH vom Ergebnis eines Luftschlags unterschieden? Wie präzise ist die PzH? Und wären die Tanklastzüge dann nicht hochgegangen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Inwiefern hätte sich das Ergebnis denn bei einem Feuerschlag aus der PzH vom Ergebnis eines Luftschlags unterschieden? Wie präzise ist die PzH? Und wären die Tanklastzüge dann nicht hochgegangen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: sascha_stoltenow</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6169</link>
		<author>sascha_stoltenow</author>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 19:56:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6169</guid>
		<description>@James: zu komplex, aber selbst wenn dem so wäre - warum ist die Bundeswehr darauf reingefallen?

Davon losgelöst: Woher wusste die Bundeswehr am Freitag, dass dort 56 Taliban waren (und nicht 55 oder 57), wenn sie erst später vor Ort war? Und woher kannte sie die Zahlen, wenn doch einige Personen dort quasi pulverisiert wurden? So schnell ermittelt noch nicht einmal CSI.

Nochmals: Die Soldaten vor Ort haben meine Solidarität. Es liegt nahe, dass viele, die es jetzt besser wissen, ebenso wie Klein entschieden hätten. Das Desaster hat aber eine operative Ebene (siehe Bericht 17. Einsatzkontingent) und eine Politische Ebene. Auf beiden hat die Führung des Ministeriums versagt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@James: zu komplex, aber selbst wenn dem so wäre - warum ist die Bundeswehr darauf reingefallen?</p>
<p>Davon losgelöst: Woher wusste die Bundeswehr am Freitag, dass dort 56 Taliban waren (und nicht 55 oder 57), wenn sie erst später vor Ort war? Und woher kannte sie die Zahlen, wenn doch einige Personen dort quasi pulverisiert wurden? So schnell ermittelt noch nicht einmal CSI.</p>
<p>Nochmals: Die Soldaten vor Ort haben meine Solidarität. Es liegt nahe, dass viele, die es jetzt besser wissen, ebenso wie Klein entschieden hätten. Das Desaster hat aber eine operative Ebene (siehe Bericht 17. Einsatzkontingent) und eine Politische Ebene. Auf beiden hat die Führung des Ministeriums versagt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: James</title>
		<link>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6162</link>
		<author>James</author>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:53:22 +0000</pubDate>
		<guid>http://bendler-blog.de/2009/09/05/eine-ikone-des-versagens/#comment-6162</guid>
		<description>Kaffeesatzleserei!?
So lange Einiges an dem Vorfall gar nicht klar ist, würde ich mich hüten, schon in Taktik-Unterricht für den lokalen Führer zu verfallen. Beispiele:
- Gab es eine Quelle für den Anlaß zum Luftangriff oder mehrere, was sagten die Quellen über die Tankwagenansammlung? Gab es ergänzende Informationen? Änderte sich die Lage nach der darauf basierenden Einschätzung?
- Wurden unbeteiligte (!?) Zivilisten getötet/verletzt oder nicht? Waren die Toten/Verletzten (nicht "die Opfer", das ist bereits eine Wertung) Taliban/Sympathisanten/Kriminelle/menschliche Schutzschilde?

Dafür ist einiges andere klar: Die "Rüge" des untersuchenden US-Generals (erstaunlich, es war ein US-General, die sind ja soo sensibel sonst) ist atypisch brüsk und verfrüht. Die US-Berichterstattung ist atypisch polarisierend, das Verhalten bestimmter anderer NATO-Staaten ist atypisch öffentlich unsolidarisch. Das verdiente etwas mehr Aufmerksamkeit.
Ich möchte sagen: Schuster, bleiben Sie bei Ihren Leisten, man sollte sich hier - und zwar besonders bis man mehr Fakten hat - auf die Kommunikation beschränken, aber nicht nur auf die deutsche. Was man Anno Leipzig in der Lüneburger Heide gelernt hat, paßt hier wirklich nicht. Sorry.

Gestatten Sie zum Schluß eine Vermutung: was wäre, wenn das Ganze eine Taliban Informations-Operation wäre aus folgenden Elementen: 1. Tanker stehlen, 2. Zivilisten hinbringen und ein paar Mann eigenes Fußvolk (Gleiwitz läßt grüßen), dort viel Visibilität erzeugen, 3. authentisch und plausibel klingende Info an NATO/Bw loslassen, 4. hoffen und abwarten bis zum Luftschlag, 5. Info über arme Zivilopfer lancieren....ach ja, ich hab vergessen, es ist ja bald Wahl in Deutschland, Zufall???</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kaffeesatzleserei!?<br />
So lange Einiges an dem Vorfall gar nicht klar ist, würde ich mich hüten, schon in Taktik-Unterricht für den lokalen Führer zu verfallen. Beispiele:<br />
- Gab es eine Quelle für den Anlaß zum Luftangriff oder mehrere, was sagten die Quellen über die Tankwagenansammlung? Gab es ergänzende Informationen? Änderte sich die Lage nach der darauf basierenden Einschätzung?<br />
- Wurden unbeteiligte (!?) Zivilisten getötet/verletzt oder nicht? Waren die Toten/Verletzten (nicht &#8220;die Opfer&#8221;, das ist bereits eine Wertung) Taliban/Sympathisanten/Kriminelle/menschliche Schutzschilde?</p>
<p>Dafür ist einiges andere klar: Die &#8220;Rüge&#8221; des untersuchenden US-Generals (erstaunlich, es war ein US-General, die sind ja soo sensibel sonst) ist atypisch brüsk und verfrüht. Die US-Berichterstattung ist atypisch polarisierend, das Verhalten bestimmter anderer NATO-Staaten ist atypisch öffentlich unsolidarisch. Das verdiente etwas mehr Aufmerksamkeit.<br />
Ich möchte sagen: Schuster, bleiben Sie bei Ihren Leisten, man sollte sich hier - und zwar besonders bis man mehr Fakten hat - auf die Kommunikation beschränken, aber nicht nur auf die deutsche. Was man Anno Leipzig in der Lüneburger Heide gelernt hat, paßt hier wirklich nicht. Sorry.</p>
<p>Gestatten Sie zum Schluß eine Vermutung: was wäre, wenn das Ganze eine Taliban Informations-Operation wäre aus folgenden Elementen: 1. Tanker stehlen, 2. Zivilisten hinbringen und ein paar Mann eigenes Fußvolk (Gleiwitz läßt grüßen), dort viel Visibilität erzeugen, 3. authentisch und plausibel klingende Info an NATO/Bw loslassen, 4. hoffen und abwarten bis zum Luftschlag, 5. Info über arme Zivilopfer lancieren&#8230;.ach ja, ich hab vergessen, es ist ja bald Wahl in Deutschland, Zufall???</p>
]]></content:encoded>
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